Webweisen PDF Drucken E-Mail
von Conny | 12. Juni 2012   

Bei vielen Eltern kommt die Frage: wie unterscheiden sich denn die Tücher?

Das wichtigste bei Tragetüchern ist, dass sie sich dem Baby anpassen aber es auch stützen. Daher haben sie spezilelle Webweisen die diagonalelastisch sind.

Es gibt unterschiedliche Webweisen, wir stellen sie dir hier vor.
Auch hier gilt: Wir geben hier unsere Erfahrungen weiter und das geschriebene stellt nur unsere persönliche Meinung dar.

 

Empfehlenswerte Webweisen:

Jaquard/Jacquard:

  • Bei der Jaquard Webweise entsteht ein noch elastischerer Stoff als bei der Diamantköper Webweise. Trotzdem stützt es das Kind perfekt.
  • Die Verkreuzung der Fäden erfolgt hier auf beiden Seiten. Sie ist vom Muster abhängig.
  • Besonderheit beim Jacquard: Vorder- und Rückseite zeigen jeweils die andere Garnfarbe. Die Möglichkeiten der Muster bei Jaquard sind unbegrenzt und werden sehr vielseitig angeboten.
  • Der Stoff ist diagonal elastisch

Hersteller, die diese Webtechnik anwenden: Didymos, Kokadi und Hoppediz

links: Didymos Hibiskus Rose Seide, rechts: Kokadi Frühlingswiese

 

 

 


 

Diamantköper:

  • Der Stoff ist diagonal elastisch
  • stützt das Kind und lässt sich gut binden
  • Durch das Diamant web Muster ist das gewebe auch einfarbig sehr schön
  • angebotene Muster: uni

Hersteller, die diese Webtechnik anwenden: Storchenwiege

Bild: Storchenwiege Leo rouge


 

Kreuzköper:

  • Hier kreuzen sich die Oberfäden abwechselnd auf der Ober und der Unterseite.
  • Auf beiden Seiten sind die Farben und das Muster identisch.
  • mögliche Muster: teilweise einfarbig, oftmals werden sie mit Streifen Mustern angeboten.
  • Der Stoff ist diagonal elastisch.

Hersteller, die diese Webtechnik anwenden: Didymos, Storchenwiege, Hoppediz

links: Hoppediz Luzern, rechts: Didymos Klatschmohn

 

 

 


 

Jersey/elastische Tragetücher:

  • Jersey ist eigentlich gar keine Webweise, denn hierfür wird der Stoff gestrickt. Jersey Tragetücher sind nur bis 9 kilo zu benutzen. Bei über 9 Kilo würde der Stoff zu sehr nachgeben und dem Kind nicht mehr genügend Halt geben. Sie müssen immer 3 lagig über dem Kind gebunden werden und sind daher ungünstig im Sommer. Sie sind ebenfalls nicht fürs hinten tragen geeignet.

Hersteller, die diese Webtechnik anwenden: MaM, Mobywrap, Hoppediz

 

Nicht geeignete Webweisen die man oftmals bei Noname Tüchern findet:

 

Einfachköper:

  • Hier werden die Fäden ebenfalls horizontal und vertikal miteinander verwoben, zusätzlich kommen aber noch diagonale Fäden dazu
  • ebenfalls nicht empfehlenswert, da auch hierbei nicht die nötige Stabilität und Diagonalelastizität erreicht wird.

 

Leinwandbindung:

  • Die Fäden werden (vereinfacht gesagt), horizontal und Vertikal miteinander verwoben. Der Schußfaden geht abwechselnd über und unter den einzelnen Kettfäden hindurch.
  • Tragetücher aus dieser Webart sind nicht diagonalelastisch. Sie passen sich dem Kind nicht an. Daher unsere persönlich Meinung - lieber nicht!

Atlas:

  • Ähnelt der Leinwandbindung. Zum Unterschied dazu werden die Fäden nicht abwechselnd sondern einem Muster entsprechend miteinander verwoben.
  • zum Beispiel :Zuerst unter einem Kettfaden durch, dann über 2 Kettfäden hinweg und so weiter je nach Muster.
  • Atlas ist nicht sehr beanspruchbar, und auch hier ist keine Diagonalelastizität möglich. Daher ist auch diese Webweise nicht für Tragetücher geiegnet.